Informationsvorlage - 2023/MC/075

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Informationsvorschlag:

Auflistung in Frage kommender kommunaler wie privater Flächen zur Errichtung von PV- Freiflächenanlagen

 

Ziel:

Ausweisung von geeigneten Flächen für PV-Freiflächenanlagen

 

Prämisse bei der Flächenausweisung:

-          Keine ackerbaulich genutzten Flächen

-          Nutzung von Splitter- und Restflächen, die nicht oder kaum landwirtschaftlich genutzt werden

-          Nutzung von Grünlandflächen, die nicht oder kaum landwirtschaftlich genutzt werden oder die wiedervernässt wurden bzw. werden sollen (Doppeleffekt Klimaschutz/ Energieerzeugung)

-          Bei Seephotovoltaik keine Nutzung von Seen und/oder Dorfteichen

 

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Sach- und Rechtslage

Sach- und Rechtslage:

Der BGM informiert über in Frage kommende Flächen für die Aufstellung von PV- Freiflächenanlagen. Die Standortvorschläge sind wie folgt untergliedert:

  1. PV-Freiflächenanlagen an Land
  2. PV-Freiflächenanlagen auf/über Gewässern (Seephotovoltaikanlagen)

 

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat am 5. Mai 2023 eine „Photovoltaikstrategie- Handlungsfelder und Maßnahmen für einen beschleunigten Ausbau der Photovoltaik“ beschlossen.

Unter 2.1. werden die fünf Quellen für die zukünftige Stromversorgung in der Bundesrepublik aufgeführt:

-          Wind an Land

-          Wind auf See

-          Photovoltaik (Freiflächenanlagen, Dachflächen)

-          Importe von erneuerbarem Strom und

-          Kraftwerke, die grünen Wasserstoff nutzen.

 

Der Ausbau der PV-Freiflächenanlagen ist eines von elf Handlungsfeldern, um dieses Ziel zu erreichen. Die Hälfte des künftigen Zubaus von PV-Freiflächenanlagen soll auf bereits vorbelasteten Flächen oder auf für die Landwirtschaft weniger geeigneten Flächen erreicht werden, so dass Strategiepapier, welches Ihnen vorliegt. Des Weiteren zählen dazu die so genannten Agri-PV-Anlagen und schwimmende PV-Anlagen.

Eine große Bedeutung in diesem Zusammenhang haben auch entwässerte landwirtschaftliche Nutzflächen auf dauerhaft wiedervernässten ehemaligen Moorböden (wie zum Beispiel unser Projekt zur Optimierung der hydrologischen Verhältnisse in der Biergrabenniederung).

Unter Beachtung dieser vor genannten Punkte und unter Ausschluss der Möglichkeit, PV-Freiflächenanlagen auf hochwertigem Ackerland zu errichten, wurde nachfolgende, nicht abschließende Vorschlagsliste für mögliche Standorte für PV-Anlagen erarbeitet.

 

 

  1. Standortvorschläge für PV- Freiflächenanlagen

1.1.„Klassische“  PV- Freiflächenanlagen

 

 

1.1. PV- Freiflächenanlagen „ländliche Wege

 

Hier ist an eine „Überdachung“ dafür geeigneter ländlicher Wege gedacht.

Vorteile:

-          Kein zusätzlicher Flächenverbrauch

-          Ggf. kein oder weniger Winterdienst und damit Reduzierung u.a. des Streusalzverbrauches

-          Ggf. Ausbau oder Sanierung der Wege durch Einnahmen aus dem Stromverkauf

 

Nachteile:

-          Optik/ Erscheinungsbild in der Landschaft

-          Auf Grund der höheren Bauweise/Aufständerung teurer als klassische PV- Freiflächenanlagen (Höhe muss auf die landwirtschaftlichen Maschinen abgestimmt sein)

 

 

ndliche Wege

Wegelänge in m

PV-Fläche in m²

Bemerkung

1.

L20 - Viezenhof

ca. 1500

20.000

Karte 1

2.

Duckower Damm

ca. 1500

15.000

Karte 3

3.

Duckow - Gielower Mühle

ca. 1000

5.000

Karte 5

4.

Salem - Neukalen

ca. 900

7.000

Karte 8

 

(Anteil Stadt)

 

 

 

5.

Salem - Neukalen

ca. 900

9.000

Karte 8

 

Bahnlinie (privat)

 

 

 

 

Gesamt

5.800 m

56.000 m²

(5,6 ha)

 

 

Davon Anteil Stadt

 

4,7 ha

 

 

Vorschlag Modellvorhaben: ländlicher Weg L 20-Viezenhof

 

  1. PV- Freiflächenanlagen auf/über Gewässern (Seephotovoltaik)

Für die Errichtung von Seephotovoltaikanlagen kommen nur die Torflöcher in Frage.

Vorteil:

-          kein Flächenverbrauch

-          Solarmodule fallen optisch auf dem Gewässer nicht so auf

 

Nachteile:

 

1.

Torffläche

 

Karte 6

 

Flächen 5+6-7

 

 

Flächengröße: ca. 230.000 m² = ca. 23 ha

2.

Torffläche

 

Karte 10

 

Flächen 1-8

 

 

 

Flächengröße: ca. 370.000 m² = 37 ha

3.

Vorfluter

Biergraben

Karte 2

 

nge: ca. 3.400m

 

 

PV-Fläche: ca. 34.000m² = 3,4 ha

 

 

 

 

Gesamt:

63,4 ha

 

 

 

Des Weiteren gilt es zu untersuchen, ob ausgewählte Vorfluter analog den ländlichen Wegen in Teilbereichen „Überdacht“ werden können. Als Modellvorhaben kann hier der Biergraben dienen.

 

Vorteil:

-          kein zusätzlicher Flächenverbrauch

-          Maximale Sonneneinstrahlung

-          Beschattung der Gewässer, damit weniger Pflanzenwachstum und in Folge weniger bis keine Gewässerunterhaltung (Krautung)

 

Nachteil:

-          Einschränkung der Gewässerunterhaltung durch „Überdachung“, wenn Vorteil der reduzierten Gewässerunterhaltung nicht eintritt (Höhe der „Überdachung“ muss mit der zur Verfügung stehenden Unterhaltungstechnik in Einklang gebracht werden)

 

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Finanz. Auswirkung

Finanzielle Auswirkungen:

Investitionskosten:

Als Investitionskosten können ca. 750.000 bis 800.000 €/ha (75 bis 80 €/m²) Solarfläche in Ansatz gebracht werden. Nicht berücksichtigt sind hier mögliche Kosten für Speicheranlagen und ggf. neue Transformatoren an den Einspeisepunkten in die Stromnetze der Energieversorger.

 

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Anlagen

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