Beschlussvorlage - 2014/MC/671

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Beratungsfolge

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Die Stadt Malchin beteiligt sich am Projekt „Entwicklung integrierter Biomassekonzepte für ein klimaneutrales und biodiversitätsförderndes Energiemanagement in Europa“. An diesem Projekt beteiligen sich neben dem Projektleiter, der Universität Kassel, die Stadt Malchin und britische als auch polnische Partner.

 

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Sach- und Rechtslage

Sach- und Rechtslage:

Integrierte Biomassekonzepte zielen auf die Erhöhung und Optimierung der Nutzung der Ausgangsmaterialien und der Materialströme; und zwar im ökologischen (klimarelevanten), ökonomischen  und gesellschaftlichen Sinne.

Durch diese Konzepte sollen die Regionen:

              Ihre Klimabilanz nachhaltig verbessern durch klimaneutrale Biobrennstoffproduktion               und Schaffung von CO2-Senken

              Aktiven Naturschutz betreiben, indem Moore und Feuchtwiesen extensiviert bzw.               renaturiert werden

              Zusätzliche „grüne“ Energiequellen und/oder neue „Energieprodukte“ erschließen

              Zusätzlichen Wohlstand und Arbeitsplätze in der Region schaffen.

 

Jede der Regionen muss hierbei individuell betrachtet werden.

 

 

 

Im Laufe des 3-jährigen Projekts werden folgende Faktoren untersucht:

 

1. Vorhandene Inputmaterialen

              Mähgut von extensivem Grassland

              Landschaftspflegematerial

              Straßenbegleitgrün

              Laub

 

2. Vorhandene oder geplante Produktionsmethoden

              Verbrennung (direkt)

              IFBB – add-on an Biogas oder Klaäranlagen

              Pyrolyse – add-on

 

3. Produkte und Produktlinien

              Wärme

              Strom

              Presssaft

              Festbrennstoff

              Pflanzenkohle (Biochar)

              Mögliche Wertschöpfungskette(n)

 

Neben den Input-, Output- und Produktionsfaktoren werden weiterhin die regionalen (nationalen und europäischen) Rahmenbedingungen untersucht z. B.:

              umweltrechtliche (Emissionsschutz, Abfallrecht, Naturschutzregelungen),

              ökonomische (Preis, Subventionen, Klimazertifikate) und

              infrastrukturelle Faktoren (Vorhandensein von Verbrennungs-, Klär- und               Biogasanlagen, Transportwege)

 

Auf dieser Grundlage soll dann in jeder Region im dritten Projektjahr ein nachhaltiges Biomassekonzept entwickelt werden und konkrete Anlagen bis zur Ausschreibungsreife geplant werden.

 

Projektabwicklung:

 

Das Projekt kann in die folgenden Arbeitspakete gegliedert werden:

 

1.              Demonstrationskampagnen und Regionale Potenzialanalysen unter Einbeziehung               aller wichtigen Akteure

2.              Untersuchung der technischen Machbarkeiten (bezogen auf regionale Brennstoffe               und Technologien)

3.              Nachhaltigkeit (Biodiversität, Klimawirkungen) des Konzepts

4.              Regionale Planung von konkreten Projekten

5.              Verbreitung und Interregionale Potential-Entwicklung („Capacity Building“):

              An einem europäischen, interregionalen Netzwerk teilnehmen um zusätzliche               Wertschöpfung zu erzielen und die regionalen Ansätze in neuen Regionen zu               verbreiten und Bildungszentren für diese nachhaltige Entwicklung zu schaffen.

 

Aufgaben der Partner:

 

DEUTSCHLAND

Uni Kassel:                            Wissenschaftliche Untersuchungen, Regionale, wissenschaftliche                                           Potentialanalysen (ökologisch/technisch/klimatische), IFBB Verfahren

BUPNET:                            Projektmanagement und –kommunikation, Bildungskonzept für                                                         berufliche Bildung, Europäische Vernetzung (PROGRASS Netzwerk)

Stadt Malchin:                            Koordinierung der regionalen Akteure, Informationsaktivitäten,                                                         Wirtschaftsförderung, Vermarktung….Erweiterung der Projektregion                                           und der verfügbaren Biomassen, Schaffung von Infrastruktur, Planung                                           möglicher add-on Anlagen (falls sinnvoll: IFBB, Pflanzenkohle) –                                                         hierbei auch Teilförderung von Anlagenplanung möglich

KMGNE (Kolleg für Management und Gestaltung nachhaltiger Entwicklung, Berlin/Karnitz):                                           Sozio-ökonomische Untersuchungen und Planungen,                                                                       Sommeruniversität, internationale Verbreitungsaktivitäten

 

In den anderen Projektregionen in Wales/Schottland und in der Region Poznan werden Partner aus Kommunen, Energiewirtschaft, Natur- und Klimaschutz und jeweils eine Universität am Projekt teilnehmen.

 

Projektlaufzeit:

Start: November 2015, Ende: Oktober 2018

 

Finanzierung:

Gesamtvolumen ca. 1,5 Mio € Förderung bei 60% Fördersatz. Gegenfinanzierung durch Personalkosten.

 

Projektentwicklung:

Antragsabgabe bis 16.10.2014 mit Interessenbekundung

Vorschlag: Konsortium wird durch die Uni Kassel geleitet (Erfahrung/Referenzen)

Zweistufiges Verfahren:

Vorauswahl bis ca. März, danach Aufforderung zur Fertigstellung des Antrags, Budgetverhandlungen

 

 

WALES

CWM Harry/ SWEA (Energieagenturen): Technische Lösungen für kleine Landwirte, Information, Verbreitung, Finanzierungsmethoden, Beprobung von Flächen, Koordinierung von Demonstrationsvorhaben Regionale Potenzialanalysen

IFBB farm add-on, Regional potential analysis, possible impact on faunistic and floristic diversity? In UK?

,

Royal Society for protection of birds (RSPB) Königliche Gesellschaft für Vogelschutz:

Flächenbereitstellung in Wales und in ganz Großbritannien

 

AMW: Pyrolyse, Pflanzenkohle, Add-on Anlagen in Schottland

 

Polen

Uni Poznan und andere polnische Partner, bspw, Naturschutzorganisation

 

 

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Finanz. Auswirkung

Finanzielle Auswirkungen:

Keine expliziten Ausgaben. Die Stadt Malchin trägt die Personalkosten für den Wirtschaftsförderer.

 

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