16.01.2024 - 6 Entwicklung eines Wohngebietes in Salem "Am Kni...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Herr Richter stellt die Projektidee zur Entwicklung eines Wohnentwicklungsbereichs in Salem „Am Knickberg“ vor.

 

Er ist Eigentümer des Flurstücks 13/3, in der Flur 1 der Gemarkung Salem, mit einer Größe von ca. 2,3 ha. Es ist vorgesehen, auf dem Grundstück eine Wohnsiedlung zu entwickeln, welche in ihrer Gestaltung und Organisation nachhaltig, ökologisch und modern zugleich ist und beispielhaft für ökologische Wohnprojekte stehen soll. Insgesamt sollen an dem Standort 12 bis 16 Wohnhäuser entstehen, die sich in die Konturen des Knickberges einfügen.

Es ist u.a. vorgesehen, dass die Energieversorgung für die Wohnsiedlung durch erneuerbare Energien vor Ort und für die Wintermonate eine Speicherung oder Umwandlung in Wasserstoff erfolgen soll. Ein PKW-Verkehr in der Wohnsiedlung soll nicht erfolgen. Das anfallende Regenwasser soll aufgefangen und gespeichert werden. Die Schmutzwasser-entsorgung soll zentral erfolgen. Für die Erschließung und Bebauung soll recyclingfähiges Baumaterial verwendet werden.

 

Herrn Richter ist es bewusst, dass es durch die Lage im Landschaftsschutzgebiet schwierig sein wird, Baurecht zu bekommen. Die naturschutzfachliche Einschätzung des Planungs-büros STADT LAND FLUSS sowie die Vorgespräche mit der unteren Naturschutzbehörde  

haben ihm Mut gemacht, dass es nicht aussichtslos ist, dieses Projekt zu realisieren. Vor Beginn des offiziellen Planverfahrens möchte er ausloten, ob das Projekt auch von den Einwohnern mitgetragen wird.

 

Die anwesenden Einwohner äußern massive Bedenken gegen das Vorhaben. Es werden folgende Einwände vorgetragen:

 

  • Das geplante Wohngebiet ist nicht notwendig. Es sind genügend Bauplätze im Ort vorhanden.
  • Es wird vermutet, dass sich die Baugrundstücke nur „Besserverdienende oder Rentner“ aus den alten Bundesländern leisten können. Vielmehr wäre es wünschenswert, wenn sich dort junge Familien ansiedeln würden.
  • Lage im Landschaftsschutzgebiet
  • Keine Nachhaltigkeit, zu viel Versiegelung und Bodenverbrauch für die geplante Bebauung.
  • Der Ort braucht keine Einwohner mit Zweitwohnsitz.
  • Die Einwohner wurden zu spät über das Vorhaben informiert.
  • Durch die geplante Bebauung wird den Pflanzen und Tieren der Lebensraum genommen.
  • Die vorhandene Infrastruktur ist für die Entwicklung von neuen Baugebieten nicht ausreichend.
  • Bei der Planung muss zuerst das öffentliche Interesse berücksichtigt werden.
  • Die kürzlich erarbeitete Wohnungsmarktstrategie verweist auf viel Leerstand und einen geringen Bedarf für Neubebauung.

 

 

Herr Jahnel dankt Herrn Richter für die Vorstellung des Projektes und gibt bekannt, dass er die Einwohner im Vorfeld der heutigen Sitzung zur geplanten Bebauung befragt hat. Danach lehnen 86 % der befragten Haushalte das Projekt ab.

 

Frau Wendland verweist darauf, dass die Projektidee vor längerer Zeit bereits dem Forstamt und der Naturparkverwaltung vorgestellt wurden. Damals gab es Zustimmung zu dem Projekt. Die Bevölkerung sollte sich neuen Projekten nicht so verschließen und gibt zu bedenken, was nun umweltfreundlicher sei, eine geplante Wohnbebauung oder die geplanten PV-Anlagen bzw.  Windenergieanlagen. 

 

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Information:

Die Stadtvertretung nimmt die Information zur geplanten Entwicklung eines Wohngebietes in Salem „Am Knickberg“ zu Kenntnis.

 

 

 

 

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  • Die Mitglieder der Ortsteilvertretung nehmen die Information zur Kenntnis.
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Anlagen zur Vorlage

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