03.12.2020 - 5 Informationen zum Stand Schmelzbach Gielo...

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Wortprotokoll

Der BM begrüßt Herrn Pulkenat und erteilt ihm das Wort.

Herr Pulkenat informiert über die Beratung Schmelzbach vom 21.10.2020.

 

 1. Vorstellung Planung und Beratung

 

Vorstellung eingegangene Stellungnahmen und der daraufhin geänderten Planung durch Büro Pulkenat.

Daraus ergeben sich Konsequenzen:

Die Teiche werden voraussichtlich fast nur über Grundwasser gespeist. Durch die Auflage, die Torflage über dem Sand wegen dem Grundwasserschutz zu belassen, musste die geplante Teichtiefe verringert werden. Die Geometrie der Teiche wurde entsprechend angepasst.

Bei der geringen zulässigen Wassertiefe wird dies zu einem raschen Zuwachsen der Teiche führen. Eine Wiedervernässung durch Rückstau und Rückhaltung mit offen sichtbarem Wasserspiegel ist wegen dem zu schützenden hohen Grundwasserstand und der vorhandenen Topographie nicht sinnvoll umsetzbar.

Der Wasser- und Bodenverband lehnt eine Übernahme der Teiche in der Pflege ab. Gepflegt würde nur ein leicht mäandrierender Graben.

Das Einzugsgebiet beträgt ca. 10 km'. Nach der aktuellen Berechnung des StALU würden bei Starkregen 188 1/ha, das entspricht 600 m3 in den Teich geleitet. Von dort laufen 26,4 1 pro Sekunde in die Leitung unter der Straße zum Vorfluter in Richtung Peene. Die 600 m3 Regenwasser führen dann zu einer temporären Erhöhung des Wasserstandes um 30 — 40 cm. Für einen kurzfristigen temporären Wasserrückstau kommt der Dorfteich in Frage. Um eine Durchfeuchtung des Straßenkörpers zu verhindern, ist eine Erhöhung der Rückstaumenge und Rückstauzeit nicht möglich.

Damit würde der geplante Förderzweck, Herstellung von Retentionsflächen in der Landschaft und Reduzierung der Abflussmengen in die Peene unzureichend bis gar nicht erreicht. 

 

Der Herstellung der aus dem Straßenbau resultierenden notwendigen Regenrückhaltung ist durch das angedachte Programm des StALU nicht förderfähig.

Die UNB fordert, dass in die Betrachtung der Wasserrückhaltung und der Einleitmengen auch der geplante Bau des Radweges und das B-Plan-Gebiet zu berücksichtigen sind.

 

2. Weiteres Vorgehen  

 

2.1. Gestaltung Dorfzentrum mit Dorfteich

Herstellung der notwendigen Regenrückhaltung durch Vergrößerung der Wasserfläche des Dorfteiches mit modernem Löschwasserentnahmeschacht, Gestaltung der Dorfmitte gemäß Planung Büro Pulkenat. Eine Förderung über Dorferneuerung oder andere Fördermöglichkeiten ist möglich und muss geprüft werden. Ein Teil der Kosten kann möglicherweise über das StALU gefördert werden.

 

2.2. Herstellung Graben

Beseitigung der vorhandenen Rohrleitungen. Alle Leitungen müssen links und rechts

abgefangen und eingeleitet werden in einen herzustellenden offenen Graben.

Ein Rückstau ist vom Teich aus nicht möglich. Nur hinter dem Teich ist ein Stau durch einen

Damm, ähnlich einem Polder, wie bei einer Wiedervernässung durch Rückstau möglich.

Dieser Graben wäre nicht tief und würde nur selten Oberflächenwasser führen, z.B. bei einer

Schneeschmelze. Bei der Ausbildung einer feuchten Senke wäre stehendes Wasser wegen

raschem Naturaufwuchs kaum zu sehen.

Beim StALU könnte ein Antrag für die nächste Förderperiode gestellt werden.

 

2.3. Integration Dorfteichgestaltung und Wasserrückhaltung in den B-Plan.

 

 

19.35 Uhr Herr Pulkenat verlässt die Beratung.

Es wird festgelegt, dass der Antrag beim StALUM weiter bestehen bleibt.

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