10.09.2014 - 7 Vorstellung der Planung für die Badewassererwär...

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Wortprotokoll

Der Planer Herr Krehl stellte das Projekt vor. Ziel der Maßnahme sollte es sein die Wassertemperatur im Peenebad um 2 bis 3°C zu erhöhen und eine Verlängerung der Saison in die Monate Mai und September zu erreichen.

Die geplante Anlage besteht im Wesentlichen aus 120 Thermosolarkollektoren (8 sind bereits für die Warmwasserversorgung des Stadiongebäudes vorhanden), die auf dem Dach des ideal nach Süden ausgerichteten neuen Stadiongebäudes installiert werden sollen. Die zur Verfügung stehende Fläche beträgt 320 m². Das in den Solarmodulen erwärmte Wasser wird über einen Wärmetauscher im Pumpenhaus an den Wasserkreislauf des Schwimmbades angeschlossen. Die kalkulierten Kosten dafür belaufen sich auf 210.000,-€.

 

Mit dieser Anlage kann allerdings nur zu rund 50% garantiert werden, dass die Wassertemperatur auch tatsächlich um bis zu 3°C erhöht werden kann. Um den Prozentsatz zu erhöhen, müsste die Kollektorfläche verdoppelt werden. Das würde die Kosten dann aber entsprechend erhöhen. Dazu fehlen zudem geeignete Dachflächen.
In der Planung ist deshalb ein weiter Wärmetauscher zum Anschluss an eine Zusatzheizquelle vorgesehen. Damit kann dann bei besonderen Veranstaltungen eine erhöhte Badewassertemperatur abgesichert werden.

 

Die Finanzierung der Maßnahme ist nur über einen KfW-Kredit sinnvoll. Darüber könnte eine 100-%ige Finanzierung mit ca 2 % Zinsen erfolgen. Auf die gesamte Maßnahme würde ein Zuschuss in Höhe von 30 % gewährt.

 

Es wird aus der Diskussion heraus auf zwei weitere Varianten eingegangen:

 

  1. Thermosolarnutzung zur Beheizung des Stadiongebäudes.
    Der Planer erklärt, dass auch diese Variante möglich ist. Dazu müsste die Heizanlage des Stadiongebäudes in das Pumpenhaus umgesetzt werden. Die Kollektoren könnten dann in Zeiten, in denen keine Wärme für das Schwimmbad benötigt wird für Heizwärme eingesetzt werden. Man hätte mit dieser Variante auch gleich die externe Heizquelle für die Badewassererwärmung zur Verfügung. Bei dieser Variante erhöhen sich die Herstellungskosten um ca 30.000,- €.

 

  1. Nutzung von Photovoltaik
    Die Variante des Einbaus von Photovoltaik-Modulen in Verbindung mit einer Luftwärmepumpe anstatt von Thermosolarkollektoren wurde angerissen. Mit dieser Variante würde Strom für den Eigenbetrieb erzeugt werden. Da auf solche Anlagen seit der Novellierung des EEG Steuern auf die Einspeisung zu entrichten sind und des schlechteren Wirkungsgrades einer solchen Anlage ist ein wirtschaftlicher Betrieb nicht sehr fraglich.

 

Zur weiteren Entscheidungsfindung soll durch den Planer insbesondere für die Variante 1 eine Amortisationsberechnung durchgeführt werden. (siehe auch noch Info und Meinungen Forderungen Teggatz und Süßig)

 

 

 

Herr Grothkopp und Frau Küther erscheinen zur Sitzung

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